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Germany
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Posted - 07 Sep 2008 : 20:57:31
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.... es war wieder soweit, Corvina saß gemütlich bei Ihrem alten Freund Grohna, einem Zwergen aus Freihafen. Immer wenn Corvina sich nach Gesellschaft sehnte, besuchte sie den alten Haudegen. Sie saßen zusammen in seiner Hütte vor dem Kamin bei einem Becher Tee und Grohna erzählte erneut von seinen Abenteuern aus längst vergangenen Tagen. Corvina kannte die meisten seiner Geschichten auswendig und so lauschte sie seinen Worten wie aus weiter Ferne. Bis plötzlich eine Veränderung seiner Stimme sie aufhorchen ließ. Die Worte Obelisk, Verschandelung und starke Monster mit mächtigen Waffen fielen. Corvina wollte mehr erfahren und so fragte sie den Zwergen aus. Es war beinahe Morgengrauen als sie seine Hütte verließ. Tief in Gedanken versunken schlich die Schurkin durch die Gassen von Freihafen bis zur ihrer eigenen Unterkunft. Trotz der großen Müdigkeit konnte sie nicht sofort einschlafen und dachte noch viele Stunden über die Worte des Zwerges nach, welche ganz nach einem lohnenden Abenteuer klangen... Nach ein paar Stunden Schlaf erwachte Corvina voller Tatendrang und beschloss den Obelisken der Verschandelung aufzusuchen. Besonders ein Ring von dem der Zwerg erzählte, ließ ihr keine Ruhe. Sie mußte ihn haben. Doch alleine würde sie es wohl kaum schaffen, wenn sie den Worten des Zwergen glauben schenkte und das tat sie. Und noch wußte sie auch nicht genau, wo sie den Obelisken finden würde. Die Beschreibungen des Zwerges waren sehr undeutlich, Orte wie Feendunkel und Schattenhein wurden genannt.
Sie beschloß zuerst einmal die große Bibliothek aufzusuchen. Das Glück war ihr hold und sie fand eine detaillierte Karte von dem Ort, den sie aufzusuchen gedachte. Sie entfernte sorgfältig die Seite aus dem Buch und verstaute sie in ihrem Umhang, Nun mußte sie sich nur noch auf dem Markt ein paar Dinge organisieren. Sie brauchte gute Waffen, Proviant und Munition und was ihr sonst noch in die Hände fiel.
Es war Abend als sie mit den Erledigungen fertig war. Wieder einmal hatte sich die Schurkerei ausgezahlt. Zugfrieden betrachtete sie ihre Beute. Nun war es an der Zeit aufzubrechen und ein paar alten Freunden einen Besuch abzustatten.
Am besten fing sie mit Cafogga an, einem Trollkrieger aus Neriak. Foggy war immer für ein Abenteuer zu haben, ohne auch nur zu fragen, worum es eigentlich ging. Ja - Foggy war wie ein kleines Kind, man gab ihm ein paar Monster zum Vermöbeln und er war rundum glücklich... Cafogga saß in seinem Lieblings- Sessel vor dem Kamin und las noch ein wenig vor dem Zubettgehen in seinem Tagebuch, als sich plötzlich ein Schatten aus der Wand löste. Grinsend stand Corvina vor ihm und grüßte ihren alten Freund, „Hallo Foggy“. Fluchend sprang der Troll aus dem Sessel. Mehr über sich selbst ärgernd fuhr er sie an. “Kannst du nicht anklopfen und die Tür kommen, wie jeder andere auch? VERDAMMT.“ Immer noch grinsend erklärte Corvina ihm, daß sie das mit dem Klopfen wohl vergessen habe, aber durch die Tür sei sie gekommen. Nachdem sich Foggy wieder beruhigt hatte und in seinem Sessel erneut Platz nahm, gesellte sich Corvina zu ihm und fing an von ihrem Vorhaben zu erzählen. Gespannt lauschte der Troll den Worten der Dunkelelfin. Nachdem Corvina geendet hatte, sprang Cafogga erneut aus dem Sessel auf und wollte am liebsten sofort aufbrechen. Er war schon am Schrank mit seiner Ausrüstung angekommen, als Corvina ihm sanft eine Hand auf dem Arm legte und sagte:“ Nicht so eilig, ruhe dich erst einmal aus. Zuerst muß ich ein paar weitere Gefährten finden, die uns zur Seite stehen.“ Cafogga wollte gerade widersprechen, hielt aber inne, denn er wusste, sie hatte recht. Zu zweit war es einfach unmöglich in den Obelisken einzudringen. Mariel, eine alte Bekannte von ihm, hatte sich dort schon einmal umgesehen und ihm einiges berichten können. Schade, das sie verreist war, sie wäre eine gute Partie gewesen.
Corvina verschwand genauso wie sie gekommen war, leise und unauffällig. Sie machte sich auf dem Weg nach Qeynos, der großen Stadt der „Guten“, während Cafogga ungeduldig in seinem Haus zurück blieb. In einer Woche wollten sie sich direkt am Schattenhein treffen, ... in einer Woche erst. Was sollte er bis dahin bloß machen, fragte er sich....
In Qeynos angekommen, stieg Corvina hinab in die Kanalisation, der sicherste Weg, um in die Stadt hinein zu gelangen. Dunkelelfen sind in Qeynos eben nicht gern gesehen und die Wachen sind dort nicht sehr freundlich. „So sind sie halt die „Guten““, dachte sich Corvina und grinste. Die Kanalisation von Qeynos war kein schöner Ort, genau so heruntergekommen und voller Ungeziefer wie die in Freihafen. Vorsichtig schlich Corvina durch die wirren Gänge und zählte die Markierungen, die sie einst hinterlassen hatte, um den Weg zu Ihren Halbschwester Cadhla zu finden. Cadhla bewohnte damals eine kleine Wohnung in einem der Randbezirke von Qeynos, doch mittlerweile hatte sie eine größere Wohnung in Südqeynos bezogen. Aber wenn Corvina sich recht erinnerte, wohnte Felino, ein Waldläufer, noch immer in diesem Randbezirk. Sie kannte Felino aus ein paar kleinen Abenteuern. Er war stets zur Stelle, wenn man ihn brauchte und hatte Spaß daran, behilflich zu sein. Auch dieses Mal hoffte sie auf seine Hilfe , trotzdem mußte sie bei ihm vorsichtig sein. Nicht das sie sich nicht gut kannten oder sie sich nicht mochten, doch der alte Fuchs hatte scharfe Sinne und würde ihre Anwesenheit spüren, wenn sie auch nur versuchen würde, in seine Wohnung zu schleichen und dies konnte gefährlich werden. Sie beschloß daher ganz offiziell durch die Vordertür zu gehen und dieses eine Mal würde sie sogar anklopfen.
Es war früher Nachmittag, Corvina schlich sich an den Wachen vorbei und behielt Recht, vor ihr tauchte eine Tür mit dem Namensschild „Felino“ auf. Vorsichtig klopfte sie an seine Tür. Nichts geschah. Erneut klopfte sie, dieses mal etwas energischer. Aus dem Inneren hörte sie erst ein dumpfes Klappern und Schaben. Dann ertönte eine Stimme: “Wer da?“. „Corvina“ kam prompt eine Antwort, nur etwas zarter. Der Kerraner öffnete die Tür und zog Corvina geschickt und schnell ins Innere. Felino blickte sich noch mal hastig um und schloß dann ebenso schnell und fast geräuschlos wieder die Tür seiner Wohnung. „Was machst du hier, du törichtes Ding? Die Wachen hätten die aufgreifen können“ schimpfte der Waldläufer. Zurecht, wußte Corvina, dennoch grinste sie frech und meinte nur, es sei ein Kinderspiel gewesen hierher zu gelangen und niemand habe sie auch nur bemerkt. Felino winkte ab, bot Corvina statt dessen eine Tasse Tee an und so saßen sie kurze Zeit später gemütlich vor dem Kamin. Nun begann Corvina von ihrem Vorhaben zu berichten. Gespannt lauschte Felino ihrer Erzählung. Zwischendurch vielen immer mal wieder ein paar Bemerkung, wie: „Was? Dieser stinkende Troll kommt auch mit?“ oder „Mädchen, du bist verrückt.“ Es war fast Mitternacht als Corvina die Unterkunft des Kerraners verließ, jedoch nicht ohne sich vergewissert zu haben, daß dieser sich ihr anschließen würde.
Für Felino war es an der Zeit ins Bett zu gehen. Er brauchte dringend Ruhe, schließlich mußte er am nächsten Tag einen genauen Schlachtplan ausarbeiten, wie er den gerissenen Halbling Vanye und dessen Bekannte Deania für die Sache gewinnen könnte. Beide wären sehr wertvolle Gefährten, aber bestimmt nicht einfach für das Abenteuer zu begeistern. „Nun, wer weiß, vielleicht kenne ich ja eine Möglichkeit“ überlegte sich der Waldläufer und versuchte zu schlafen..
Corvina hingegen machte sich auf in die dunkle Nacht. Sie hatte das Angebot abgelehnt, die Nacht beim Kerraner zu verbringen. Sie mußte noch nach Südqeynos, Kailen den Heiler aufsuchen. Kailen hatte ihr schon ein paar mal das Leben draußen in der Wildnis gerettet. Im Gegenzug hatte sie für Kailen den einen oder anderen Gegner aus dem Weg geräumt. Sie hoffte auf seine Unterstützung, doch was konnte sie ihm nur bieten... Vielleicht genügte ja die Aussicht auf einen seltenen Gegenstand. Mit diesen Überlegungen wurde sie von den Schatten aufgesogen.
Corvina liebte die Nacht mit ihren Schatten, nur diese ließen zu, sich ungehindert in Qeynos zu bewegen. Und Südqeynos stellte dabei eine besondere Herausforderung dar, schließlich liefen dort nicht nur ein paar einfache Wachsoldaten umher. In diesem Teil von Qeynos lief der Hauptmann persönlich durch die Gassen. Und er war mehr als gefährlich, wie sie von Cadhla wußte. Sie mußte daher noch mehr auf der Hut sein als sonst, doch sie würde die Schwelle von Kailen schon erreichen, da war sie sich sicher. Sie wählte erneut den Weg über die Kanalisation und gelang in den hinteren Teil von Südqeynos. Von dort schlich sie von Haus zu Haus. Als sie plötzlich vor sich ein Pferd schnauben hörte, blieb sie abrupt stehen und wagte nicht einmal zu atmen. Vorsichtig warf sie ein Blick um die nächste Ecke und erblickte vor der Tür Kailens den Wachhauptmann auf dessen Pferd sitzend. Der Hauptmann schaute sich mit wachsamen Blicken um, als wenn ihm jemand eine Warnung hatte zukommen lassen. Corvina fühlte sich unbehaglich und zog ihren Kopf schnell wieder ein. Sie kletterte behände auf das Dach des Hauses, hinter welchem sie stand und beobachtete weiter die Straße. Nach einer langen Zeit setzte sich der Hauptmann endlich wieder in Bewegung und ritt weiter. Die Dunkelelfin wartete nicht lange und nutzte die Gelegenheit, um in das Haus des Heilers zu gelangen.
Im Inneren des Hauses angelangt, ertönte hinter ihr eine freundliche Stimme: “Hallo Corvina“ Corvina erschrak. Woher wußte Kailen, daß sie kommen würde? Die Antwort auf ihre unausgesprochene Frage kam sofort. „Felino hat dich bereits angekündigt, er ließ mir eine Nachricht zu kommen.“ „Dieser Halunke“ dachte die Dunkelelfin bei sich, ließ sich aber von der Überraschung nichts anmerken. „Du weißt doch“ sprach die Stimme weiter, „wir Kerraner müssen zusammenhalten.“ Kailen lächelte und bedeutete Corvina, sich zu setzten. Corvina nahm die Einladung an und begann auch gleich darauf von ihrer Mission zu erzählen. Kailen lauschte gespannt ihrer Worte, obwohl er schon von Felino alles gehört hatte. Er hörte das Angebot der Schurkin, doch nahm er es nicht wirklich war. Ihm ging es nicht um irgendwelche Schätze. Kailen sehnte sich nach Geselligkeit und der Aussicht auf ein Abenteuer. Doch davon mußte die Dunkelelfin ja nichts wissen. Im Morgengrauen näherte sich ihr Besuch bei Kailen dem Ende. Sie waren sich einig geworden, in einer Woche würden sie sich beim Schattenhein treffen und gemeinsam den Obelisken stürmen und sie hofften ganz stark, daß all ihre Gefährten mit dabei seien. Bis dahin würde sich Corvina ausruhen und noch die eine oder andere Vorbereitung treffen. Frohen Mutes machte sie sich auf dem Weg nach Unter-Feendunkel......
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Cadhla |
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